RADIO SOLIDARNOST » EMISIJA #03

Radio SolidarnOST » Emisija #03

Am 12. Februar ’14 lief die dritte Sendung von RadioSolidarnOST bei PiRadio in Berlin. Thema der Sendung waren die Aufstände in Bosnien und Herzegowina. Seit Anfang Februar gehen in dem ehemaligen jugoslawischen Republik die Menschen auf die Straße. Ihr Protest richtet sich gegen die miserablen Lebensbedingungen, Korruption und die herrschenden Eliten. Wir haben dazu ein Interview geführt und uns berichten lassen, wie die Situation in Sarajevo ist.

Außerdem gibt es ein Interview zu dem homophoben Überfall auf das queere Filmfestival „Merlinka“ in Sarajevo.

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 9. April 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Viel Spaß beim Nachhören!

Mitschnitt: Veranstaltung mit Gipsy Mafia

Mitschnitt: Infoveranstaltung mit Gipsy Mafia

Konzert von Gipsy Mafia in Novi Sad am 9. November 2013

Am 4. Januar ’14 war die Hip-Hop-Band in Berlin. Vor ihrem Konzert informierten sie über die Lage von Roma in Serbien, ihre Musik und ihren Kampf gegen Rassismus.

Alle, die selbst nicht dabei sein konnten, haben hier die Möglichkeit die Infoveranstaltung nochmal nachzuhören.

Viel Spaß dabei!

Veranstaltung: Queere und Feministische Bewegungen in (Ex-)Jugoslawien

Veranstaltung: Queere und Feministische Bewegungen in (Ex-)Jugoslawien

»Solidarisch gegen Faschismus« Antifademo Belgrad 2009

»Solidarisch gegen Faschismus« Antifademo Belgrad 2009

Die Geschichte feministischer Bewegungen in Süd-Osteuropa ist lang und bewegt: vom Partisaninnenkampf gegen den Faschismus, über sozialistische Institutionalisierung bis hin zur autonomen Bewegungen. Schwul-lesbische und später queere Bewegungen werden im Laufe der 1980er sichtbarer. Die Positionierung als Antifaschist_in war und ist in den meisten Gruppen bis heute Konsens und bedeutet, dass soziale und identitäre Kämpfe zusammen gedacht und geführt werden.

Wir wollen in der Veranstaltung eine Überblick über queere und feministische Kämpfe in (Ex-)Jugoslawien geben und zusammen diskutieren.

Vortrag und Diskussion:
Verräter_innen der Nationen: Queere und Feministische Bewegungen in (Ex-)Jugoslawien
Referentinnen: Hana Ćopić und Johanna Moser
Sonntag,  16. Februar 2014 | 15:30 Uhr
faq infoladen | Jonasstr. 40 | Berlin | U-/S-Bf. Hermannstr.

Kundgebung vor Bosnischer Botschaft

Solidarität mit Protesten in Bosnien: Kundgebung vor Botschaft

 

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»Tod dem Nationalismus«

Auf Transparenten und Plakaten standen Parolen wie »Tuzla ist überall«, »Solidarität aus Berlin«, »Tod dem Nationalismus« und »Wir sind mit euch«. Auf einem Transparent war zu lesen: »Vom Vardar zum Triglav, die Elite fürchtet nur eins, dass die Menschen sich vereinen«. Damit wurde die projugoslawische und anti-nationalistische Ausrichtung der Proteste in Bosnien aufgegriffen.

Unterdessen gehen die Proteste in Bosnien  weiter. In einigen Städten (Sarajevo, Bihać, Odžak, Prijedor etc.) sind wieder viele Menschen auf den Straßen. In Tuzla räumen junge Demonstrant_innen die Straßen auf. Die Aktion läuft unter dem Motto: »Wir machen unseren Dreck weg – ihr macht euren.«

In der vergangenen Woche weiteten sich Demonstrationen von Arbeiter_innen in Tuzla zu einem landesweiten Protest aus. Am Freitag gingen Zehntausende Menschen in vielen Städten der ex-jugoslawischen Republik auf die Strasse.

Die Forderungen der Protestierenden haben wir übersetzt und dokumentieren sie an dieser Stelle.

Die unzufriedenen Bürger_innen fordern:

1. Wir wollen eine Lösung des Status für die Arbeiter_innen zerstörter Firmen.

2. Wir fordern verbindlich Anstellungen von Sozialarbeiter_innen in Grund- und Mittelschulen.

3. Wir wollen Mittel für arbeitslose junge Mütter.

4. Wir wollen eine Erhöhung und eine Ausgleichung der Sozialabgaben in der Föderation Bosnien-Herzegowina.

5. Wir wollen das Recht auf Leben.

6. Wir wollen das Recht auf Arbeit.

7. Wir wollen eine lineare Erhöhung der Renten.

8. Wir wollen die Abschaffung von zusätzlichen Vergültungen auf der Grundlage von verschiedenen Kommissionen für Abgeordnete und für Angestellte der öffentlichen Verwaltung.

9. Wir wollen, dass die Gehälter der Minister nachdem ihre Mandate beendet sind, nicht weiter bezahlt werden.

10. Wir wollen, dass die Politikergehälter an den Lohn der Angestellten im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft angeglichen werden.

11. Wir wollen die Absetzung der Regierung, des Premierministers und Minister, die uns 20 Jahre lang belogen haben. Wir haben genug des Nepotismus, des Diebstahls und der Korruption. Wir sind Menschen und keine Sklaven, alles was wir wollen, ist ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Wir werden euch weiter auf dem Laufenden halten, wie sich die Situation entwickeln wird. So auch am Mittwoch, bei der nächsten Sendung von RadioSolidarnOST.

Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Kundgebung: Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Ich geh nicht arbeiten. Ich geh die Regierung stürzen!

Seit Mittwoch sind in Bosnien und Herzegowina Tausende Menschen auf den Straßen, um gegen die korrupte Politik, die Misswirtschaft und die Armut im Land zu protestieren.

Der Auslöser waren Massenentlassungen von mehr als 1.000 Arbeiter_innen im nordostbosnischen Tuzla, nachdem die Privatisierung ehemals staatlicher Betriebe geradewegs in den Bankrott führte. Den Politiker_innen wird vorgeworfen, sich bei den Privatisierungen bereichert zu haben.

Die soziale und wirtschaftliche Situation im Land ist schlecht und nationalistische Politik vergiftet das gesellschaftliche Klima.

Innerhalb kurzer Zeit haben sich die Proteste auf viele Städte des Landes ausgeweitet. Sie richten sich gegen die Regierung und korrupte Eliten, gegen die Polizei-Gewalt und für eine signifikante Verbesserung der Lebenssituation aller Menschen im Land.

Bei den Protesten werden viele Rufe laut, die seit dem Zerfall Jugoslawiens herrschende nationalistische und neoliberale Politik zu überwinden. Es kommt zu zahlreichen Solidarisierungen über ethnische, religiöse und nationale Unterschiede hinweg, denn die Problematik ist überall die gleiche.

Wir wollen aus Berlin eine Solidaritätsbotschaft an die Protestierenden nach Bosnien und Herzegowina senden!

Ihr seid nicht alleine! Nastavite sa borbom!

Wann: Sa. 8. Februar 2014 | 12.00 Uhr
Wo: Vor der Botschaft von Bosnien und Herzegowina | Ibsenstraße 14, Berlin-Prenzlauer Berg | S-Bahn Bornholmer Straße oder Tram Schönhauser Allee/Bornholmer Straße

Veranstaltung: Jugoslawische Denkmäler

Veranstaltung: Jugoslawische Denkmäler

Das Denkmal »Makedonium« in Kruševo

Zahlreiche Denkmäler schmücken die Landschaften des ehemaligen Jugoslawiens. Sie stehen an wichtigen Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs und lösen durch ihre »revolutionäre Ästhetik« bis heute noch Faszination aus. In der Vergangenheit gebaut, um an den erfolgreichen aber auch leidvollen Widerstand im Zweiten Weltkrieg zu erinnern, zeugen sie bis heute von einer Denkmalkultur, die sich von anderen sozialistischen Ländern unterschieden hat. So werden die Monumente von vielen Künstlern in den letzten Jahren entdeckt und mit »Raumschiffen ferner Galaxien« verglichen. Nach dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens erscheinen die Denkmäler heute als widersprüchliche Objekte: sie wirken erhaben und trostlos zugleich.

In einem Vortrag über die Denkmalkultur des sozialistischen Jugoslawiens soll diskutiert werden, wie sich diese »revolutionäre Ästhetik« entwickelt hat. Welche Fallstricke der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg haben sich im ehemaligen Jugoslawien ergeben? Welche Bedeutung haben diese Denkmäler heute, 20 Jahre nach dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens?

Der Vortrag bespricht Orte und zeigt Bilder aus dem Buch »Mythos Partizan – (Dis-)Kontinuitäten der jugoslawischen Linken: Geschichte, Erinnerungen und Perspektiven«.

Vortrag
JUGOSLAWISCHE DENKMÄLER – Objekte revolutionärer Ästhetik und hybrider Architektur
Referentin: Mara Puškarević
Dienstag, 11. Februar 2014 | 19:00 Uhr | Eintritt: 2 Euro
Helle Panke | Kopenhagener Str. 9 | Berlin | U-/S-Bf. Schönhauser Allee

RADIO SOLIDARNOST » Emisija #02

Radio SolidarnOST » Emisija #02

Am 18. Dezember lief die zweite Sendung von RadioSolidarnOST bei PiRadio in Berlin. Thema der Sendung war »Geschichtsrevisionismus« in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Es gab einen Beitrag über die homophobe Abstimmung im Dezember 2013 in Kroatien, das faschistischen Verhalten des kroatischen Fußballnationalspieler Josip Simunić und die serbische Fernsehserie »Ravna Gora«.
Wer die Sendung verpasst hat, kann sie hier nachhören.

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 12. Februar 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Viel Spaß beim Nachhören!

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Massenproteste in Slowenien

Massenproteste in Slowenien

Proteste in SlowenienIn Slowenien fanden auch im Dezember heftige Proteste gegen das politische System statt. In weniger als drei Wochen gab es 35 Proteste in 18 Städten, in denen insgesamt mehr als 70.000 Menschen teilnahmen. Bei den Protesten kam es häufig zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die versucht haben die Demonstrationen gewaltsam zu beenden. 284 Personen wurden verhaftet, einige sind sofort wieder freigelassen worden, andere wiederum wurden länger festgehalten. Darüber hinaus kam es zu Verletzten.

Die Proteste begannen ab Mitte November. In der zweitgrößten Stadt Sloweniens, Maribor, wurde gegen den korrupten Bürgermeister protestiert (mit dem Ergebnis, dass der Bürgermeister zurücktreten musste). Die Hauptparole war „Er ist fertig“ (Gotof je). Diese Parole wurde später auch in den anderen slowenischen Städten in denen protestiert wurde ebenfalls gerufen. Aus „Gotov je“ wurde „Gotof si“ (Sie sind fertig). Damit waren dann alle Politiker des Landes angesprochen.

Die Proteste haben sich in kürzester Zeit im ganzen Land verbreitet. Sie sind Ausdruck der generell schlechten Situation der Bevölkerung: sie haben keine Arbeit, keine Sicherheit, keine Rechte und keine Zukunft.
Die Proteste sind dezentrale, anti-autoritär und nicht-hierarchisch. Menschen, die nie zuvor auf die Straße gegangen sind, nehmen daran teil. Die Proteste finden in Dörfern und Städten statt, in denen sich noch nie ein Protest formiert hat. Die Bevölkerung geht neue Allianzen ein, werden im gemeinsamen Kampf zu Genoss_innen und sind entschlossen, so lange wie es nötig ist zu protestieren.

Die slowenische FAO (Föderation für eine anarchistische Organisierung) merkt dazu an: Wir wissen nicht, wie lange wir es schaffen, auf den Straßen zu bleiben. Aber eins ist sicher: die Menschen erlebten einen Prozess der Emanzipation und haben ihre Stimme erhoben, die ihnen in der Vergangenheit gewaltsam genommen wurde. Diese Erfahrung jedoch ist etwas, das ihnen niemand nehmen kann.

Quelle: http://www.a-federacija.org/2012/12/11/mass-revolts-in-slovenia-december-2012/

Update: Beim A-Radio Berlin gibt es einen hörenwerten Beitrag über die aktuellen Proteste in Slowenien.

Mitschnitt der Veranstaltung „Versperrte Auswege“

Mitschnitt der Veranstaltung „Versperrte Auswege“ in Bremen

Nach vielen Nachfragen und einiger Zeit, die seitdem vergangen ist, veröffentlichen wir an dieser Stelle den Mitschnitt der Veranstaltung „Versperrte Auswege: Die Situation von Roma in Serbien und die EU-Abschiebepolitik“ mit Borka Vasić und Jovana Vuković vom Belgrader Zentrum für Minderheiten am 28.09.2012 in Bremen.

Sie berichten über die Situation der Roma in Serbien und die EU-Abschiebepolitik. Die Veranstaltung fand auf Serbokroatisch mit deutscher Übersetzung statt.

Viel Spaß beim Nachhören.