Squat your Factory! – 5.12. im Syndikat

Squat your Factory!

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Die Fabrik DITA in Tuzla

Die Arbeiter*innen der DITA Reinigungmittelfabrik in Tuzla (Bosnien und Hercegowina) haben ihre Fabrik besetzt. Nach 4 Jahren ohne Lohn produzieren sie seit diesem Sommer selbstverwaltet und ohne Chefs.

Bosninen-Herzegowina ist von Korruption und Rezession geprägt. Die Besetzung und die Aneignung von Produktionsmittel sind ein Versuch, aus dem System der Ausbeutung und permanenter Krise auszubrechen. Wir wollen am 5. Dezember mehr über den Kampf der Arbeiter*innen von DITA erfahren und mit der Soli-Party dazu beitragen, dass ihre Streikkasse gefüllt wird.

20.00 Uhr Infoveranstaltung über die besetzte Fabrik und die politische Situation in Tuzla und Bosnien und Herzegowina

22.00 Uhr Soliparty für die Streikkasse mit Buba Mara (Best of Ex-Yu Hits), Kackstelzen (Ex-Yu-Synth-Flavours), Fair nett Blanca (80er, Punk, Wave, Trash, Creatures of the Night)

Samstag, 5. Dezember im Syndikat
(Weisestr. 56, Berlin-Neukölln, U-Bf. Boddinstr.)

Radio SolidarnOST » Emisija #04

Radio SolidarnOST » Emisija #04 am 09. April ’14

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 09. April 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Die nächste Sendung steht im Zeichen des tags zuvor stattfindenden „Tags der Roma“. Dazu haben wir eine Aktivistin zum Interview im Studio, außerdem gibt es einen Bericht aus Belgrad.

Weitere Themen der Sendung wird das Konzert des kroatischen Faschorocker „Thompson“ in Berlin sein sowie ein Update über die Proteste in Bosnien und Herzegowina.

Musik:

  • Djan Buba Mara

09. April ’14 | 20:30 – 21:30 Uhr | Piradio
Berlin: 88,4 MHz | Potsdam: 90,7 MHz | online

RADIO SOLIDARNOST » EMISIJA #03

Radio SolidarnOST » Emisija #03

Am 12. Februar ’14 lief die dritte Sendung von RadioSolidarnOST bei PiRadio in Berlin. Thema der Sendung waren die Aufstände in Bosnien und Herzegowina. Seit Anfang Februar gehen in dem ehemaligen jugoslawischen Republik die Menschen auf die Straße. Ihr Protest richtet sich gegen die miserablen Lebensbedingungen, Korruption und die herrschenden Eliten. Wir haben dazu ein Interview geführt und uns berichten lassen, wie die Situation in Sarajevo ist.

Außerdem gibt es ein Interview zu dem homophoben Überfall auf das queere Filmfestival „Merlinka“ in Sarajevo.

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 9. April 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Viel Spaß beim Nachhören!

Kundgebung vor Bosnischer Botschaft

Solidarität mit Protesten in Bosnien: Kundgebung vor Botschaft

 

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»Tod dem Nationalismus«

Auf Transparenten und Plakaten standen Parolen wie »Tuzla ist überall«, »Solidarität aus Berlin«, »Tod dem Nationalismus« und »Wir sind mit euch«. Auf einem Transparent war zu lesen: »Vom Vardar zum Triglav, die Elite fürchtet nur eins, dass die Menschen sich vereinen«. Damit wurde die projugoslawische und anti-nationalistische Ausrichtung der Proteste in Bosnien aufgegriffen.

Unterdessen gehen die Proteste in Bosnien  weiter. In einigen Städten (Sarajevo, Bihać, Odžak, Prijedor etc.) sind wieder viele Menschen auf den Straßen. In Tuzla räumen junge Demonstrant_innen die Straßen auf. Die Aktion läuft unter dem Motto: »Wir machen unseren Dreck weg – ihr macht euren.«

In der vergangenen Woche weiteten sich Demonstrationen von Arbeiter_innen in Tuzla zu einem landesweiten Protest aus. Am Freitag gingen Zehntausende Menschen in vielen Städten der ex-jugoslawischen Republik auf die Strasse.

Die Forderungen der Protestierenden haben wir übersetzt und dokumentieren sie an dieser Stelle.

Die unzufriedenen Bürger_innen fordern:

1. Wir wollen eine Lösung des Status für die Arbeiter_innen zerstörter Firmen.

2. Wir fordern verbindlich Anstellungen von Sozialarbeiter_innen in Grund- und Mittelschulen.

3. Wir wollen Mittel für arbeitslose junge Mütter.

4. Wir wollen eine Erhöhung und eine Ausgleichung der Sozialabgaben in der Föderation Bosnien-Herzegowina.

5. Wir wollen das Recht auf Leben.

6. Wir wollen das Recht auf Arbeit.

7. Wir wollen eine lineare Erhöhung der Renten.

8. Wir wollen die Abschaffung von zusätzlichen Vergültungen auf der Grundlage von verschiedenen Kommissionen für Abgeordnete und für Angestellte der öffentlichen Verwaltung.

9. Wir wollen, dass die Gehälter der Minister nachdem ihre Mandate beendet sind, nicht weiter bezahlt werden.

10. Wir wollen, dass die Politikergehälter an den Lohn der Angestellten im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft angeglichen werden.

11. Wir wollen die Absetzung der Regierung, des Premierministers und Minister, die uns 20 Jahre lang belogen haben. Wir haben genug des Nepotismus, des Diebstahls und der Korruption. Wir sind Menschen und keine Sklaven, alles was wir wollen, ist ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Wir werden euch weiter auf dem Laufenden halten, wie sich die Situation entwickeln wird. So auch am Mittwoch, bei der nächsten Sendung von RadioSolidarnOST.

Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Kundgebung: Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Ich geh nicht arbeiten. Ich geh die Regierung stürzen!

Seit Mittwoch sind in Bosnien und Herzegowina Tausende Menschen auf den Straßen, um gegen die korrupte Politik, die Misswirtschaft und die Armut im Land zu protestieren.

Der Auslöser waren Massenentlassungen von mehr als 1.000 Arbeiter_innen im nordostbosnischen Tuzla, nachdem die Privatisierung ehemals staatlicher Betriebe geradewegs in den Bankrott führte. Den Politiker_innen wird vorgeworfen, sich bei den Privatisierungen bereichert zu haben.

Die soziale und wirtschaftliche Situation im Land ist schlecht und nationalistische Politik vergiftet das gesellschaftliche Klima.

Innerhalb kurzer Zeit haben sich die Proteste auf viele Städte des Landes ausgeweitet. Sie richten sich gegen die Regierung und korrupte Eliten, gegen die Polizei-Gewalt und für eine signifikante Verbesserung der Lebenssituation aller Menschen im Land.

Bei den Protesten werden viele Rufe laut, die seit dem Zerfall Jugoslawiens herrschende nationalistische und neoliberale Politik zu überwinden. Es kommt zu zahlreichen Solidarisierungen über ethnische, religiöse und nationale Unterschiede hinweg, denn die Problematik ist überall die gleiche.

Wir wollen aus Berlin eine Solidaritätsbotschaft an die Protestierenden nach Bosnien und Herzegowina senden!

Ihr seid nicht alleine! Nastavite sa borbom!

Wann: Sa. 8. Februar 2014 | 12.00 Uhr
Wo: Vor der Botschaft von Bosnien und Herzegowina | Ibsenstraße 14, Berlin-Prenzlauer Berg | S-Bahn Bornholmer Straße oder Tram Schönhauser Allee/Bornholmer Straße