Abschiebungen von Rom*nja stoppen!

Abschiebungen von Rom*nja stoppen!

bild_allebleibenAm 22. Mai haben Rom*nja, die von Abschiebung bedroht sind, das Denkmal für die während des deutschen Faschismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin besetzt. Die Antwort des deutschen Staates ließ nicht lange auf sich warten: Die Schutzsuchenden wurden von der Polizei brutal vertrieben.

Am 10. Juli rufen die ehemaligen Besetzer*innen zu einer Demonstration in Berlin auf. Sie fordern den Stopp von Abschiebungen von Rom*nja in die sogenannten sicheren Herfunftsstaaten des Balkans. Deutschland trägt wie kein zweites Land die Verantwortung für die schreckliche Lage der Menschen vor Ort, ein Bleiberecht wäre das Mindeste was den Rom*nja vom Balkan zustünde.

Demo: So., 10. Juli, 14 Uhr, Hermannplatz

hier geht es weiter zum Aufruf …

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#Ich protestiere

Kurzmitteilung

#Ich protestiere

unnamedInfos aus Mazedonien. In keinem anderen Staat des ehemaligen Jugoslawiens sind die Menschen in den vergangenen Jahren so häufig auf die Straße gegangen wie in Mazedonien. Kein Land ist so arm und so fest im Griff der EU und deren neoliberalen Programmen.

Gegen das Elend hat die Regierung Nationalstolz verordnet und die Hauptstadt Skopje wurde zum antiken Freiluftmuseum umgebaut. Doch wer will schon in der Geschichte schwelgen, wenn er Hunger hat und keine Perspektive auf Besserung sieht?

Zdravko Saveski wird über die Proteste in Mazedonien berichten. Er ist aktiv in »Linke Bewegung Solidarnost«.

Infoveranstaltung (auf Englisch)
Do. 23. Juli • 20 Uhr • k-fetisch
Wildenbruchstr. 86 • Neukölln

Ente gut …

Kurzmitteilung

Ente gut …

Ente gutInfos zu den Proteste gegen Gentrifizierung in Belgrad. Ente gut, alles gut! Die Badeente ist ihr Symbol – für den Betrug der serbischen Regierung. Sie will das Megabauprojekt »Beograd na vodi« Belgrad am Wasser) mit einem Großinvestor aus den Vereinigten Arabischen Emiraten umsetzen.

Auf einer Fläche von 180 Hektar sollen Luxuswohnungen, Einkaufszentren und Bürogebäude direkt am Fluss Save entstehen. Für die meisten Belgrader_innen ist eine Wohnung dort unerschwinglich.

Die Gruppe »Ne da(vi)mo Beograd« stellt ich gegen die Gentrifizierung, gegen die willkürliche Veränderung von Stadtplänen, gegen das instransparente Projekt.

Was ist »Beograd na vodi«? Wie sieht der Protest aus? Und was heißt eigentlich
»Ne da(vi)mo Beograd«?

Iva Čukić wird uns davon berichten. Sie ist aktiv in der Gruppe »Ministerium des
Raums«.

Infoveranstaltung (auf Englisch)
Mi. 29. Juli • 20 Uhr • k-fetisch
Wildenbruchstr. 86 • Neukölln

Radio SolidarnOST » Emisija #04

Radio SolidarnOST » Emisija #04 am 09. April ’14

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 09. April 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Die nächste Sendung steht im Zeichen des tags zuvor stattfindenden „Tags der Roma“. Dazu haben wir eine Aktivistin zum Interview im Studio, außerdem gibt es einen Bericht aus Belgrad.

Weitere Themen der Sendung wird das Konzert des kroatischen Faschorocker „Thompson“ in Berlin sein sowie ein Update über die Proteste in Bosnien und Herzegowina.

Musik:

  • Djan Buba Mara

09. April ’14 | 20:30 – 21:30 Uhr | Piradio
Berlin: 88,4 MHz | Potsdam: 90,7 MHz | online

RADIO SOLIDARNOST » EMISIJA #03

Radio SolidarnOST » Emisija #03

Am 12. Februar ’14 lief die dritte Sendung von RadioSolidarnOST bei PiRadio in Berlin. Thema der Sendung waren die Aufstände in Bosnien und Herzegowina. Seit Anfang Februar gehen in dem ehemaligen jugoslawischen Republik die Menschen auf die Straße. Ihr Protest richtet sich gegen die miserablen Lebensbedingungen, Korruption und die herrschenden Eliten. Wir haben dazu ein Interview geführt und uns berichten lassen, wie die Situation in Sarajevo ist.

Außerdem gibt es ein Interview zu dem homophoben Überfall auf das queere Filmfestival „Merlinka“ in Sarajevo.

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 9. April 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Viel Spaß beim Nachhören!

Kundgebung vor Bosnischer Botschaft

Solidarität mit Protesten in Bosnien: Kundgebung vor Botschaft

 

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»Tod dem Nationalismus«

Auf Transparenten und Plakaten standen Parolen wie »Tuzla ist überall«, »Solidarität aus Berlin«, »Tod dem Nationalismus« und »Wir sind mit euch«. Auf einem Transparent war zu lesen: »Vom Vardar zum Triglav, die Elite fürchtet nur eins, dass die Menschen sich vereinen«. Damit wurde die projugoslawische und anti-nationalistische Ausrichtung der Proteste in Bosnien aufgegriffen.

Unterdessen gehen die Proteste in Bosnien  weiter. In einigen Städten (Sarajevo, Bihać, Odžak, Prijedor etc.) sind wieder viele Menschen auf den Straßen. In Tuzla räumen junge Demonstrant_innen die Straßen auf. Die Aktion läuft unter dem Motto: »Wir machen unseren Dreck weg – ihr macht euren.«

In der vergangenen Woche weiteten sich Demonstrationen von Arbeiter_innen in Tuzla zu einem landesweiten Protest aus. Am Freitag gingen Zehntausende Menschen in vielen Städten der ex-jugoslawischen Republik auf die Strasse.

Die Forderungen der Protestierenden haben wir übersetzt und dokumentieren sie an dieser Stelle.

Die unzufriedenen Bürger_innen fordern:

1. Wir wollen eine Lösung des Status für die Arbeiter_innen zerstörter Firmen.

2. Wir fordern verbindlich Anstellungen von Sozialarbeiter_innen in Grund- und Mittelschulen.

3. Wir wollen Mittel für arbeitslose junge Mütter.

4. Wir wollen eine Erhöhung und eine Ausgleichung der Sozialabgaben in der Föderation Bosnien-Herzegowina.

5. Wir wollen das Recht auf Leben.

6. Wir wollen das Recht auf Arbeit.

7. Wir wollen eine lineare Erhöhung der Renten.

8. Wir wollen die Abschaffung von zusätzlichen Vergültungen auf der Grundlage von verschiedenen Kommissionen für Abgeordnete und für Angestellte der öffentlichen Verwaltung.

9. Wir wollen, dass die Gehälter der Minister nachdem ihre Mandate beendet sind, nicht weiter bezahlt werden.

10. Wir wollen, dass die Politikergehälter an den Lohn der Angestellten im öffentlichen Dienst und in der Privatwirtschaft angeglichen werden.

11. Wir wollen die Absetzung der Regierung, des Premierministers und Minister, die uns 20 Jahre lang belogen haben. Wir haben genug des Nepotismus, des Diebstahls und der Korruption. Wir sind Menschen und keine Sklaven, alles was wir wollen, ist ein menschenwürdiges Leben zu führen.

Wir werden euch weiter auf dem Laufenden halten, wie sich die Situation entwickeln wird. So auch am Mittwoch, bei der nächsten Sendung von RadioSolidarnOST.

Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Kundgebung: Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Ich geh nicht arbeiten. Ich geh die Regierung stürzen!

Seit Mittwoch sind in Bosnien und Herzegowina Tausende Menschen auf den Straßen, um gegen die korrupte Politik, die Misswirtschaft und die Armut im Land zu protestieren.

Der Auslöser waren Massenentlassungen von mehr als 1.000 Arbeiter_innen im nordostbosnischen Tuzla, nachdem die Privatisierung ehemals staatlicher Betriebe geradewegs in den Bankrott führte. Den Politiker_innen wird vorgeworfen, sich bei den Privatisierungen bereichert zu haben.

Die soziale und wirtschaftliche Situation im Land ist schlecht und nationalistische Politik vergiftet das gesellschaftliche Klima.

Innerhalb kurzer Zeit haben sich die Proteste auf viele Städte des Landes ausgeweitet. Sie richten sich gegen die Regierung und korrupte Eliten, gegen die Polizei-Gewalt und für eine signifikante Verbesserung der Lebenssituation aller Menschen im Land.

Bei den Protesten werden viele Rufe laut, die seit dem Zerfall Jugoslawiens herrschende nationalistische und neoliberale Politik zu überwinden. Es kommt zu zahlreichen Solidarisierungen über ethnische, religiöse und nationale Unterschiede hinweg, denn die Problematik ist überall die gleiche.

Wir wollen aus Berlin eine Solidaritätsbotschaft an die Protestierenden nach Bosnien und Herzegowina senden!

Ihr seid nicht alleine! Nastavite sa borbom!

Wann: Sa. 8. Februar 2014 | 12.00 Uhr
Wo: Vor der Botschaft von Bosnien und Herzegowina | Ibsenstraße 14, Berlin-Prenzlauer Berg | S-Bahn Bornholmer Straße oder Tram Schönhauser Allee/Bornholmer Straße

Massenproteste in Slowenien

Massenproteste in Slowenien

Proteste in SlowenienIn Slowenien fanden auch im Dezember heftige Proteste gegen das politische System statt. In weniger als drei Wochen gab es 35 Proteste in 18 Städten, in denen insgesamt mehr als 70.000 Menschen teilnahmen. Bei den Protesten kam es häufig zu Auseinandersetzungen mit der Polizei, die versucht haben die Demonstrationen gewaltsam zu beenden. 284 Personen wurden verhaftet, einige sind sofort wieder freigelassen worden, andere wiederum wurden länger festgehalten. Darüber hinaus kam es zu Verletzten.

Die Proteste begannen ab Mitte November. In der zweitgrößten Stadt Sloweniens, Maribor, wurde gegen den korrupten Bürgermeister protestiert (mit dem Ergebnis, dass der Bürgermeister zurücktreten musste). Die Hauptparole war „Er ist fertig“ (Gotof je). Diese Parole wurde später auch in den anderen slowenischen Städten in denen protestiert wurde ebenfalls gerufen. Aus „Gotov je“ wurde „Gotof si“ (Sie sind fertig). Damit waren dann alle Politiker des Landes angesprochen.

Die Proteste haben sich in kürzester Zeit im ganzen Land verbreitet. Sie sind Ausdruck der generell schlechten Situation der Bevölkerung: sie haben keine Arbeit, keine Sicherheit, keine Rechte und keine Zukunft.
Die Proteste sind dezentrale, anti-autoritär und nicht-hierarchisch. Menschen, die nie zuvor auf die Straße gegangen sind, nehmen daran teil. Die Proteste finden in Dörfern und Städten statt, in denen sich noch nie ein Protest formiert hat. Die Bevölkerung geht neue Allianzen ein, werden im gemeinsamen Kampf zu Genoss_innen und sind entschlossen, so lange wie es nötig ist zu protestieren.

Die slowenische FAO (Föderation für eine anarchistische Organisierung) merkt dazu an: Wir wissen nicht, wie lange wir es schaffen, auf den Straßen zu bleiben. Aber eins ist sicher: die Menschen erlebten einen Prozess der Emanzipation und haben ihre Stimme erhoben, die ihnen in der Vergangenheit gewaltsam genommen wurde. Diese Erfahrung jedoch ist etwas, das ihnen niemand nehmen kann.

Quelle: http://www.a-federacija.org/2012/12/11/mass-revolts-in-slovenia-december-2012/

Update: Beim A-Radio Berlin gibt es einen hörenwerten Beitrag über die aktuellen Proteste in Slowenien.