Squat your Factory! – 5.12. im Syndikat

Squat your Factory!

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Die Fabrik DITA in Tuzla

Die Arbeiter*innen der DITA Reinigungmittelfabrik in Tuzla (Bosnien und Hercegowina) haben ihre Fabrik besetzt. Nach 4 Jahren ohne Lohn produzieren sie seit diesem Sommer selbstverwaltet und ohne Chefs.

Bosninen-Herzegowina ist von Korruption und Rezession geprägt. Die Besetzung und die Aneignung von Produktionsmittel sind ein Versuch, aus dem System der Ausbeutung und permanenter Krise auszubrechen. Wir wollen am 5. Dezember mehr über den Kampf der Arbeiter*innen von DITA erfahren und mit der Soli-Party dazu beitragen, dass ihre Streikkasse gefüllt wird.

20.00 Uhr Infoveranstaltung über die besetzte Fabrik und die politische Situation in Tuzla und Bosnien und Herzegowina

22.00 Uhr Soliparty für die Streikkasse mit Buba Mara (Best of Ex-Yu Hits), Kackstelzen (Ex-Yu-Synth-Flavours), Fair nett Blanca (80er, Punk, Wave, Trash, Creatures of the Night)

Samstag, 5. Dezember im Syndikat
(Weisestr. 56, Berlin-Neukölln, U-Bf. Boddinstr.)

#Ich protestiere

Kurzmitteilung

#Ich protestiere

unnamedInfos aus Mazedonien. In keinem anderen Staat des ehemaligen Jugoslawiens sind die Menschen in den vergangenen Jahren so häufig auf die Straße gegangen wie in Mazedonien. Kein Land ist so arm und so fest im Griff der EU und deren neoliberalen Programmen.

Gegen das Elend hat die Regierung Nationalstolz verordnet und die Hauptstadt Skopje wurde zum antiken Freiluftmuseum umgebaut. Doch wer will schon in der Geschichte schwelgen, wenn er Hunger hat und keine Perspektive auf Besserung sieht?

Zdravko Saveski wird über die Proteste in Mazedonien berichten. Er ist aktiv in »Linke Bewegung Solidarnost«.

Infoveranstaltung (auf Englisch)
Do. 23. Juli • 20 Uhr • k-fetisch
Wildenbruchstr. 86 • Neukölln

LGBT-Aktivist lebensgefährlich verletzt

LGBT-Aktivist lebensgefährlich verletzt

Am vergangenen Wochenende kam es in Belgrad zu einem Angriff auf einen LGBT-Aktivist aus Deutschland. Er wurde brutal angegriffen und schwer verletzt.Wir dokumentieren aus diesem Anlass einen Beitrag der Seite queere.de, die über den Vorfall berichtete.

Das Opfer wurde von dem Angreifer in der Belgrader Innenstadt lebensgefährlich am Kopf verletzt und befindet sich in medizinischer Behandlung. Das Opfer ist nach einer Not-OP wieder bei Bewusstsein. „Der junge Mann aus Deutschland, der letzte Nacht in Belgrad zusammengeschlagen wurde, nimmt seine Umgebung war, kann seine Hände und Füße bewegen und ist in der Lage, zu sprechen“, sagte der Krankenhaus-Direktor, Miljko Ristić, gegenüber der Nachrichtenagentur Tanjug.

Serbischen Medienberichte zufolge konnte die Polizei am Sonntag den Täter festnehmen. Nähere Angaben wurden bislang nicht gemacht. Eine Überwachungskamera hatte die Tat festgehalten. Der LGBT-Aktivist war Teilnehmer der in Belgrad stattfindenden Konferenz „The Future belongs to us: LGBT Rights on the Road to the European Union“. Die Tat scheint einen fremdenfeindlichen und homophoben Hintergrund zu haben. Eine Sprecherin der Belgrader Organisation Labris sagte, der Deutsche sei am frühen Morgen von einem 22-Jährigen aus einer Gruppe junger Männer angegriffen worden. Dieser hätte das Opfer mit einem gläsernen Aschenbecher auf den Kopf geschlagen und geschrien: „Wir wollen keine Fremden in Belgrad!“ Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Am Freitag hatte die serbische Basketballmannschaft bei der Weltmeisterschaft im Halbfinale gewonnen. Viele Anhänger feierten in der Innenstadt. Die Stimmung war, wie von Beobachtern beschrieben wird, nationalistisch aufgeladen.

Demonstration zum Belgrader Rathaus

Die viertägige Konferenz wurde am Samstag morgen unterbrochen. Es fand eine Pressekonferenz statt, an der auch ein Mitglied der serbischen Regierung teilnahm. Der serbische Innenminister Nebojša Stefanović hat den deutschen Botschafter zurvor angerufen und seine Erschütterung zum Ausdruck gebracht. Er sicherte zu, alle Anstrengungen zu unternehmen, die Täter zu ermitteln. „Wir werden nicht erlauben, dass solche Dinge unbestraft bleiben“, sagte er.

Im Anschluss fand eine Demonstration statt. Mehrere hundert Konferenz-Teilnehmer und Aktivisten marschierten vom Konferenzort zum Belgrader Rathaus. Daran nahmen neben dem deutschen Botschafter auch der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte Christoph Strässer (SPD) und ein Mitglied der serbischen Regierung teil.

Die Konferenzteilnehmenden verabschiedenten am Samstag eine gemeinsame Resolution gegen Gewalt und hate crime. [dt.] Zu den Organisatoren der Konferenz gehörte Labris,  Hirschfeld-Eddy-Stiftung , Civil Rights Defenders und das Anwältekomitee für Menschenrechte (YUCOM).

Serbischen Medienberichte zufolge konnte die Polizei am Sonntag den Täter festnehmen. Nähere Angaben wurden bislang nicht gemacht. Eine Überwachungskamera hatte die Tat festgehalten.

Homophobes Klima in Serbien

Bereits mehrfach kam es in Serbien zu Übergriffen von Rechten auf Lesben und Schwule. In zwei Wochen soll in der Hauptstadt Belgrad ein CSD stattfinden. Bei der letzten Pride-Demo 2010, wurden mehr als 150 Menschen verletzt, nachdem nationalistische Kräfte Krawalle provoziert hatten. Seitdem wurden solche Märsche „aus Sicherheitsgründen“ immer wieder verboten. Das Europaparlament hat Serbien deswegen mehrfach kritisiert.

 

Radio SolidarnOST » Emisija #04

Radio SolidarnOST » Emisija #04 am 09. April ’14

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 09. April 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Die nächste Sendung steht im Zeichen des tags zuvor stattfindenden „Tags der Roma“. Dazu haben wir eine Aktivistin zum Interview im Studio, außerdem gibt es einen Bericht aus Belgrad.

Weitere Themen der Sendung wird das Konzert des kroatischen Faschorocker „Thompson“ in Berlin sein sowie ein Update über die Proteste in Bosnien und Herzegowina.

Musik:

  • Djan Buba Mara

09. April ’14 | 20:30 – 21:30 Uhr | Piradio
Berlin: 88,4 MHz | Potsdam: 90,7 MHz | online

RADIO SOLIDARNOST » EMISIJA #03

Radio SolidarnOST » Emisija #03

Am 12. Februar ’14 lief die dritte Sendung von RadioSolidarnOST bei PiRadio in Berlin. Thema der Sendung waren die Aufstände in Bosnien und Herzegowina. Seit Anfang Februar gehen in dem ehemaligen jugoslawischen Republik die Menschen auf die Straße. Ihr Protest richtet sich gegen die miserablen Lebensbedingungen, Korruption und die herrschenden Eliten. Wir haben dazu ein Interview geführt und uns berichten lassen, wie die Situation in Sarajevo ist.

Außerdem gibt es ein Interview zu dem homophoben Überfall auf das queere Filmfestival „Merlinka“ in Sarajevo.

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 9. April 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Viel Spaß beim Nachhören!

Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Kundgebung: Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Ich geh nicht arbeiten. Ich geh die Regierung stürzen!

Seit Mittwoch sind in Bosnien und Herzegowina Tausende Menschen auf den Straßen, um gegen die korrupte Politik, die Misswirtschaft und die Armut im Land zu protestieren.

Der Auslöser waren Massenentlassungen von mehr als 1.000 Arbeiter_innen im nordostbosnischen Tuzla, nachdem die Privatisierung ehemals staatlicher Betriebe geradewegs in den Bankrott führte. Den Politiker_innen wird vorgeworfen, sich bei den Privatisierungen bereichert zu haben.

Die soziale und wirtschaftliche Situation im Land ist schlecht und nationalistische Politik vergiftet das gesellschaftliche Klima.

Innerhalb kurzer Zeit haben sich die Proteste auf viele Städte des Landes ausgeweitet. Sie richten sich gegen die Regierung und korrupte Eliten, gegen die Polizei-Gewalt und für eine signifikante Verbesserung der Lebenssituation aller Menschen im Land.

Bei den Protesten werden viele Rufe laut, die seit dem Zerfall Jugoslawiens herrschende nationalistische und neoliberale Politik zu überwinden. Es kommt zu zahlreichen Solidarisierungen über ethnische, religiöse und nationale Unterschiede hinweg, denn die Problematik ist überall die gleiche.

Wir wollen aus Berlin eine Solidaritätsbotschaft an die Protestierenden nach Bosnien und Herzegowina senden!

Ihr seid nicht alleine! Nastavite sa borbom!

Wann: Sa. 8. Februar 2014 | 12.00 Uhr
Wo: Vor der Botschaft von Bosnien und Herzegowina | Ibsenstraße 14, Berlin-Prenzlauer Berg | S-Bahn Bornholmer Straße oder Tram Schönhauser Allee/Bornholmer Straße

Veranstaltung: Jugoslawische Denkmäler

Veranstaltung: Jugoslawische Denkmäler

Das Denkmal »Makedonium« in Kruševo

Zahlreiche Denkmäler schmücken die Landschaften des ehemaligen Jugoslawiens. Sie stehen an wichtigen Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs und lösen durch ihre »revolutionäre Ästhetik« bis heute noch Faszination aus. In der Vergangenheit gebaut, um an den erfolgreichen aber auch leidvollen Widerstand im Zweiten Weltkrieg zu erinnern, zeugen sie bis heute von einer Denkmalkultur, die sich von anderen sozialistischen Ländern unterschieden hat. So werden die Monumente von vielen Künstlern in den letzten Jahren entdeckt und mit »Raumschiffen ferner Galaxien« verglichen. Nach dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens erscheinen die Denkmäler heute als widersprüchliche Objekte: sie wirken erhaben und trostlos zugleich.

In einem Vortrag über die Denkmalkultur des sozialistischen Jugoslawiens soll diskutiert werden, wie sich diese »revolutionäre Ästhetik« entwickelt hat. Welche Fallstricke der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg haben sich im ehemaligen Jugoslawien ergeben? Welche Bedeutung haben diese Denkmäler heute, 20 Jahre nach dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens?

Der Vortrag bespricht Orte und zeigt Bilder aus dem Buch »Mythos Partizan – (Dis-)Kontinuitäten der jugoslawischen Linken: Geschichte, Erinnerungen und Perspektiven«.

Vortrag
JUGOSLAWISCHE DENKMÄLER – Objekte revolutionärer Ästhetik und hybrider Architektur
Referentin: Mara Puškarević
Dienstag, 11. Februar 2014 | 19:00 Uhr | Eintritt: 2 Euro
Helle Panke | Kopenhagener Str. 9 | Berlin | U-/S-Bf. Schönhauser Allee