Versperrte Auswege: Die Situation von Roma in Serbien und die EU-Abschiebepolitik

Vortrag und Diskussion auf Englisch und Serbisch mit deutscher Übersetzung

Während die deutschen Behörden weiterhin in das „sichere Drittland“ Serbien abschieben, sind die Lebensbedingungen der dort ansässigen Rom_nja nach wie vor alarmierend.
Die Verwehrung von sozialen Leistungen sowie Zwangsräumungen ihrer Siedlungen stehen an der Tagesordnung. Die Ausreise aus dem Land sehen viele Betroffene als Möglichkeit, ihre gegenwärtigen Lebensbedingungen zu verbessern.
Mit der Einführung des „Weißen Schengens“ wurden 2009 die Reise-vorschriften für serbische Staatsbürger_innen gelockert. Seitdem steigt die Zahl der Asylanträge aus Serbien.
Doch in der EU sind die sogenannten „falschen Asylanten“ unerwünscht. Um weiterhin die Reisefreiheit genießen zu dürfen, solle Serbien die Zahl der Asylbewerber_innen verringern. Diese Aufforderung mündet in einen Generalverdacht gegen Rom_nja. Rassistische Grenzkontrollen, die Verweigerung der Ausreise und die Kriminalisierung von Abgeschobenen in Serbien sind Konsequenzen dieser Grenzpolitik.

Zwei Aktivistinnen aus Belgrad berichten über den Zusammenhang von Visapolitik, Abschiebung und der Situation von Rom_nja in Serbien.

Do, 27.09.2012 | 19.00 | Haus der Demokratie und Menschenrechte | Greifswalderstr. 4 | Berlin

Fr, 28.09.2012 | 19.00 | Gemeindezentrum Zion | Kornstr. 31 | Bremen