
„Sie wollten die Zentralen der Regierungsparteien in Brand setzen, Büros ausländischer Unternehmen anzünden und in Parkhäusern Autoreifen abfackeln: Radikale Gruppen in Belgrad haben sich laut Berichten lokaler Zeitungen darauf vorbereitet, einen geplanten Umzug von Schwulen und Lesben mit Gewalt zu sabotieren.“ [1]
Die für Sonntag geplante zweite Auflage der Belgrade Pride wurde aus Sicherheitsgründen von den serbischen Behörden verboten. Aus Angst vor angekündigten Ausschreitungen darf die Demonstration nicht stattfinden. Laut Aktivisten vor Ort kapitulierten die Verantwortlichen mit dieser Entscheidung vor den Gewaltandrohungen und der tief in der Gesellschaft verwurzelten Homophobie.
Im letzten Jahr fand die Parade erstmalig wieder seit 2001 statt und wurde mit Gewalt überschattet. 20.000 protestierten gegen „die Parade der Kranken“, unter ihnen orthodoxe Priester, Hooligans von Roter Stern und Partisan Belgrad sowie andere homophobe Nationalisten und Fundamentalisten. Die Proteste mündeten in Straßenschlachten und mehr als 5000 Polizisten mussten die Parade-Teilnehmer_innen vor dem aufgebrachten Volks-Mob schützen.
Quellen
[1] http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,789465,00.html
http://www.parada.rs/index.php/en/
http://a3yo.noblogs.org/post/2010/10/11/belgrade-lgbt-pride-2010/