Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Kundgebung: Solidarität mit den Protesten in Bosnien und Herzegowina!

Ich geh nicht arbeiten. Ich geh die Regierung stürzen!

Seit Mittwoch sind in Bosnien und Herzegowina Tausende Menschen auf den Straßen, um gegen die korrupte Politik, die Misswirtschaft und die Armut im Land zu protestieren.

Der Auslöser waren Massenentlassungen von mehr als 1.000 Arbeiter_innen im nordostbosnischen Tuzla, nachdem die Privatisierung ehemals staatlicher Betriebe geradewegs in den Bankrott führte. Den Politiker_innen wird vorgeworfen, sich bei den Privatisierungen bereichert zu haben.

Die soziale und wirtschaftliche Situation im Land ist schlecht und nationalistische Politik vergiftet das gesellschaftliche Klima.

Innerhalb kurzer Zeit haben sich die Proteste auf viele Städte des Landes ausgeweitet. Sie richten sich gegen die Regierung und korrupte Eliten, gegen die Polizei-Gewalt und für eine signifikante Verbesserung der Lebenssituation aller Menschen im Land.

Bei den Protesten werden viele Rufe laut, die seit dem Zerfall Jugoslawiens herrschende nationalistische und neoliberale Politik zu überwinden. Es kommt zu zahlreichen Solidarisierungen über ethnische, religiöse und nationale Unterschiede hinweg, denn die Problematik ist überall die gleiche.

Wir wollen aus Berlin eine Solidaritätsbotschaft an die Protestierenden nach Bosnien und Herzegowina senden!

Ihr seid nicht alleine! Nastavite sa borbom!

Wann: Sa. 8. Februar 2014 | 12.00 Uhr
Wo: Vor der Botschaft von Bosnien und Herzegowina | Ibsenstraße 14, Berlin-Prenzlauer Berg | S-Bahn Bornholmer Straße oder Tram Schönhauser Allee/Bornholmer Straße

Veranstaltung: Jugoslawische Denkmäler

Veranstaltung: Jugoslawische Denkmäler

Das Denkmal »Makedonium« in Kruševo

Zahlreiche Denkmäler schmücken die Landschaften des ehemaligen Jugoslawiens. Sie stehen an wichtigen Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs und lösen durch ihre »revolutionäre Ästhetik« bis heute noch Faszination aus. In der Vergangenheit gebaut, um an den erfolgreichen aber auch leidvollen Widerstand im Zweiten Weltkrieg zu erinnern, zeugen sie bis heute von einer Denkmalkultur, die sich von anderen sozialistischen Ländern unterschieden hat. So werden die Monumente von vielen Künstlern in den letzten Jahren entdeckt und mit »Raumschiffen ferner Galaxien« verglichen. Nach dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens erscheinen die Denkmäler heute als widersprüchliche Objekte: sie wirken erhaben und trostlos zugleich.

In einem Vortrag über die Denkmalkultur des sozialistischen Jugoslawiens soll diskutiert werden, wie sich diese »revolutionäre Ästhetik« entwickelt hat. Welche Fallstricke der Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg haben sich im ehemaligen Jugoslawien ergeben? Welche Bedeutung haben diese Denkmäler heute, 20 Jahre nach dem Zerfall des sozialistischen Jugoslawiens?

Der Vortrag bespricht Orte und zeigt Bilder aus dem Buch »Mythos Partizan – (Dis-)Kontinuitäten der jugoslawischen Linken: Geschichte, Erinnerungen und Perspektiven«.

Vortrag
JUGOSLAWISCHE DENKMÄLER – Objekte revolutionärer Ästhetik und hybrider Architektur
Referentin: Mara Puškarević
Dienstag, 11. Februar 2014 | 19:00 Uhr | Eintritt: 2 Euro
Helle Panke | Kopenhagener Str. 9 | Berlin | U-/S-Bf. Schönhauser Allee

RADIO SOLIDARNOST » Emisija #02

Radio SolidarnOST » Emisija #02

Am 18. Dezember lief die zweite Sendung von RadioSolidarnOST bei PiRadio in Berlin. Thema der Sendung war »Geschichtsrevisionismus« in den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens. Es gab einen Beitrag über die homophobe Abstimmung im Dezember 2013 in Kroatien, das faschistischen Verhalten des kroatischen Fußballnationalspieler Josip Simunić und die serbische Fernsehserie »Ravna Gora«.
Wer die Sendung verpasst hat, kann sie hier nachhören.

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST ist am 12. Februar 2014 um 20.30 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin oder online zu hören.

Viel Spaß beim Nachhören!

RadioSolidarnOST_Emisija_#02 by Solidarnost on Mixcloud

Gipsy Mafia on Tour!

Gipsy Mafia on Tour!
Konzert und Info-Veranstaltung

Konzert von Gipsy Mafia in Novi Sad am 9. November 2013

Konzert von Gipsy Mafia am 9. November 2013 auf dem Antifa-Festival in Novi Sad

Gipsy Mafia ist eine 2006 gegründete Roma-HipHop-Gruppe aus dem serbischen Zrenjanin. Sie begeistern das Publikum mit ihrem Sound und ihren direkten Texten, in denen sie die korrupte Politik und die rassistische Gesellschaft in Serbien und darüber hinaus kritisieren. In ihrer Musik erzählen sie von ihrem Alltag und setzen zugleich ein klares Zeichen gegen Faschismus.

Im Januar 2014 sind sie auf Tour. Am 3. Januar werden sie zum ersten Mal in Hamburg, einen Tag später in Berlin und am 5. Januar in Potsdam auftreten. In Hamburg werden sie von Chilombiano (Hip-Hop aus HH) und in Berlin von Refpolk (Zeckenrap/Schlagzeiln) supportet.

Vor den Konzerten wird es zudem Info-Veranstaltungen mit Mitgliedern der Band geben. Sie werden über Rassismus und Diskriminierung von Roma, Nationalismus und die aktuelle Lage in Serbien sowie ihre Erfahrungen mit dem deutschen Abschiebestaat berichten.

Hamburg | Fr. 3. Januar ’14
Info-Veranstaltung: 19 Uhr | Konzert: 21.30 Uhr
Honigfabrik | Industriestr. 125-131 | Hamburg-Wilhelmsburg

Berlin | Sa. 4. Januar ’14
Info-Veranstaltung: 20 Uhr | Konzert: 22 Uhr
K9 | Kinziger Straße 9 | Berlin-Friedrichshain | U-Bf. Samariterstr.

Potsdam | So. 5. Januar ’14
Info-Veranstaltung: 18.30 Uhr | Konzert: 20.30 Uhr
KuZe | Hermann-Elflein-Straße 10 | Potsdam | Haltestelle Luisenplatz

Veranstaltet von SolidarnOST – Solidarität mit Antifas aus Ex-Juoslawien

RadioSolidarnOST » Emisija #2

Emisija #02: Radio SolidarnOST am 18. Dezember ’13

SolidarnostRadioSolidarnOST geht in die nächste Runde: Emisija #02.
In der kommenden Sendung bei dem Freien Radio Pi Radio werden wir über die aktuelle Situation in Kroatien, das neu erschienene Buch »Mythos Partizan«, Geschichtspolitik und -revisionismus in Serbien und natürlich auch über antifaschistische und linke Kämpfe in Ex-Jugoslawiens berichten. 

Musik:

  • Djan Buba Mara

18. Dezember ’13 | 20:30 – 21:30 Uhr | Piradio
Berlin: 88,4 MHz | Potsdam: 90,7 MHz | online

Buchpräsentation: Mythos Partizan

Buchpräsentation: Mythos Partizan

TitelBuchReise.inddJugoslawien kann ohne seine Linke nicht verstanden werden. Auf den Spuren der Geschichte des zerfallenen Landes beleuchtet das Buch »Mythos Partizan: (Dis-)Kontinuitäten der jugoslawischen Linken: Geschichte, Erinnerungen und Perspektiven« die Brüche und Kontinuitäten der Linken von den frühen Anfängen bis in die Gegenwart. Gleichzeitig ist es auch ein Zeugnis der Linken selbst, das den geschichtlichen und gesellschaftlichen Rahmen absteckt in dem die Kämpfe geführt wurden und werden – auf der Suche nach Alternativen zum Bestehenden.

Ausgehend vom jugoslawischen Partisan_innenwiderstand gegen Faschismus und Besatzung setzt sich das Buch mit dem »Mythos Partizan« auseinander: der Geschichte des Zweiten Weltkrieges, ihren Deutungen und Erinnerungen sowie mit der daraus hervorgegangenen Gesellschaft einschließlich ihrer Widersprüche und sozialen Bewegungen. Diese Themen bilden die Schwerpunkte des Buches.

Als Produkt kollektiver Erfahrung vereint das Buch unterschiedliche Perspektiven. So beinhaltet es neben wissenschaftlichen Beiträgen von Autor_innen aus Deutschland sowie dem postjugoslawischen Raum auch Interviews, Reportagen und Fotos.

Am 20. November wollen wir im Neuköllner »k-fetisch«, einem der Orte des Entstehens des Buches, dieses vorstellen, es gemeinsam feiern und darüber diskutieren.

k-fetisch | 20. November 2013 | 19.30 Uhr
Weser-/ Wildenbruchstraße | U-Bf. Rathaus Neukölln

Infos zum Buch:
Đorđe Tomić, Roland Zschächner, Mara Puškarević, Allegra Schneider (Hg.): Mythos Partizan. (Dis-)Kontinuitäten der jugoslawischen Linken:Geschichte, Erinnerungen und Perspektiven.
reihe antifaschistischer texte, Band: 26; Unrast Verlag
ISBN 978-3-89771-824-1; Seiten: 440, 24 Euro

Veranstaltung am 24. Oktober über Squatting in Serbien

Information-Evening about Squatting in Serbia

VA 24.10.2013 in der Roten Insel "Squatting in Novi Sad"Novi Sad Squat Info-evening and Solivokü. Informational evening about abandoned military buildings in Novi Sad, Serbia which were squatted and turned into social centers.
Eat some tasty vegan food from Stein und Gabel and listen to people involved with the project will tell a bit about their experiences. All profits go to the project to help cover the costs of recent theft in the center.

24/10/2013 | 8 pm | Rote Insel
Mansteinstrasse 10 | Berlin-Schöneberg | U-/S-Bf Yorckstraße

>>>deutsch>>>

Info-veranstaltung über Hausbesetzungen in Serbien

Info-Abend über eine Squat im serbischen Novi Sad, mit Soli-Vo-Kü. Auf der Veranstaltung über die Besetzung ein ehemaliges, leerstehendes Miliärgebäude, das von Aktivist_innen besetzt wurde und zu einem Sozialen Zentrum gewandelt wurde.
Kommt vorbei, esst leckeres veganes Essen von Stein und Gabel und hört, was die Aktivist_innen aus Novi Sad, die in dem Projekt involviert sind und uns über ihre Erfahrungen berichten werden. Alle Spenden gehen direkt an das Projekt zur Deckung von Kosten, die neulich durch einen Diebstahl entstanden sind.

24. Oktober 2013 | 20 Uhr | Rote Insel
Mansteinstr. 10 | Berlin | U-/S-Bf Yorckstraße

SolidarnOST im Radio

POČETAK #01: SolidarnOST am 23. Oktober im Radio

SolidarnostSolidarnOST macht jetzt auch Radio: »Radio Solidarnost«. Wir wollen in unserer Sendung bei dem Freien Radio Pi Radio über die Situation in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, mit der Antifaschist_innen aus der Region konfrontiert sind, informieren.

Über Radio SolidarnOST

Aggressiver Nationalismus und religiöser Fundamentalismus verstärken vorhandene Diskriminierungsformen wie Homophobie, Chauvinismus und Rassismus. Emanzipierte Strukturen haben es schwer unter diesen Umständen gesellschaftlichen Einfluss zu gewinnen. Wir informieren und diskutieren über aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten in der Region, aber auch zur internationalen Solidaritätsarbeit. Radio Solidarnost wird gemacht vom Solidaritätsnetzwerks „SolidarnOST – Solidarität mit Antifas aus Ex-Jugoslawien“.

  • DJ: Buba Mara

23. Oktober ’13 | 20:30 – 21:30 Uhr | Piradio
Berlin: 88,4 MHz | Potsdam: 90,7 MHz | online

Veranstaltung:“Zur Aktualität des serbischen Geschichtsrevisionismus“

Veranstaltung: „Zur Aktualität des serbischen Geschichtsrevisionismus“

DrazaAntifaschismus und die Errungenschaften der jugoslawischen Partisan_innen bestimmten für fast ein halbes Jahrhundert Geschichte, Bildung und Kultur Jugoslawiens. Nach Titos Tod 1980 und dem Zusammenbruch der jugoslawischen Föderation verbreitete sich ein offener Nationalismus in allen jugoslawischen Republiken. Damit wurde Tür und Tor für die Revision der Geschichte und geöffnet: der Gründungsgedanke der Staates „bratstvo i jedinstvo“ (Brüderlichkeit und Einheit) wurde ebenso angezweifelt, wie die Geschichtsinterpretation des Zweiten Weltkrieg. Täter wurden zu Opfer stilisiert und die Erfolge des gemeinsamen Kampfes in Frage gestellt.
Spätestens seit 2000 wurde in Serbien der Geschichtsrevisionismus zur Staatsideologie erhoben. Dieser basiert auf Antikommunismus und Nationalismus. Er hat zum Ziel, dass der Kampf der Partisan_innen und die durch sie erkämpfte sozialistische Revolution in Vergessenheit gerät und fordert stattdessen die Akzeptanz einer Geschichte, die frei vom Kommunismus ist. Damit sollen gleichzeitig der neu eingeführte Kapitalismus gerechtfertigt und die Erinnerung an eine sozial Alternative delegitimiert werden.
Daneben ist, wie in den meisten anderen postsozialistischen Staaten, dieser Geschichtsrevisionismus auf ein Regime zurückzuführen, das nationalistisch und chauvinistisch ist. Die Rehabilitation von Kollaborateuren und Quislingen sowie offen faschistische Bewegungen des Zweiten Weltkrieges dient als Mittel, den Geschichtsrevisionismus durchzusetzen. Besonders deutlich wird das durch die nach dem Zweiten Weltkrieg zum Tode Verurteilten, Getöteten und schuldig Gesprochenen, die nun als „Opfer des kommunistischen Regimes“ hingestellt werden.
Die Geschichte des Antifaschismus wird schamlos übergangen und abgelehnt, alte Faschisten werden staatlich rehabilitiert und medial bejubelt. Dies schafft Platz für neue faschistische und sonstige chauvinistischen Bewegungen, die vom serbischen Staatsapparat toleriert und zum Teil gefördert werden, da sie ideologische die gleichen Ziele verfolgen. Dies zeigt, weshalb der Kampf gegen diese geschichtsrevisionistischen Tendenzen und die Erinnerung an den erfolgreichen Partisan_innenkampf ein wichtiger Aspekt in der aktuellen jugoslawischen und serbischen antifaschistischen Bewegung ist.

Die Aktivistin und Journalistin Jelena Djureinović wird über das Phänomen Geschichtsrevisionismus und Anti-Antifaschismus in Serbien referieren und diskutieren.

Die Veranstaltung wird auf Englisch sein, falls notwendig, wird es eine Flüsterübersetzung ins Deutsche geben.

Ort: k-fetisch (Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin)
Datum: Di, 30.07.2013
Uhrzeit: 19 Uhr

Eine Veranstaltung des Solidaritätsnetzwerk SolidarnOST – Solidarität mit den Antifas im ehemaligen Jugoslawien. Infos: solidarnost.blogsport.eu

—english version—

Discussion: On current „Serbian historical revisionism“

Antifascism and the achievements of the Yugoslavian partisans determined for almost half a century the history, education and culture of Yugoslavia. After Tito’s death in 1980 and the collapse of the Yugoslavian federation an open nationalism spread in all Yugoslavian republics. This opened the door for a revision of history: the initial idea of a society based on „Bratstvo i Jedinstvo“ (Fraternity and Unity) was challenged as well as the history interpretation of the second World War. Perpetrators are becoming victims and the successes of the common fight is put into question.
At the latest since 2000 the historical revisionism became a state ideology in Serbia and is based on anti-communism and nationalism. It aims to erase the fight of the partisans and the achieved socialist revolution from history and demands an acceptance of a story instead, which is free from communism. This shall justify the newly established capitalism and delegitimize the memory of social alternatives.
This historical revisionism, like in most post-socialist states, can be traced back to nationalistic and chauvinistic regimes. The rehabilitation of collaborators, quislings and openly fascist movements during the Second World War serves as means to succeed with the revisionism of history. Explicit examples for this process are that those sentenced to death, killed and convicted guilty after the second World War, are now presented as „the victims of the communist regime“.
The history of the antifascism is ignored and declined shamelessly, old fascists are rehabilitated by the state and cheered in the media. This opens spaces for new fascist and other chauvinistic movements, which are tolerated and promoted partly by the Serbian state since they follow a similar ideology. This shows why the fight against historical revisionism trends and the memory of the successful struggle of the partisans is an important aspect in the current Yugoslavian and Serbian antifascist movement.

The activist and journalist Jelena Djureinović will talk and discuss about the phenomenon of history revisionism and anti-antifascism in Serbia.

The event will be held in Englisch. If necessary translation will be offered.

Place: k-fetisch (Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin)
Date: Tuesday, 30th of July 2013
Time: 7 pm

The event is organized by the solidarity network SolidarnOST Solidarity with Antifas in former Yugoslavia. Information: solidarnost.blogsport.eu