Radio SolidarnOST » Emisija #22

Radio SolidarnOST » Emisija #22 am 23. November

Einiges ist neu in der Berliner Radiolandschaft. PiRadio sendet seit Anfang Oktober von Montag bis Freitag im 24-Stunden-Betrieb. Das hatte einige organisatorische Umstellungen nötig gemacht. Deswegen fiel im Oktober die Sendung von RadioSolidarnOST aus. Doch nun sind wir zurück. Ab November sind wir alle vier Wochen mittwochs ab 19 Uhr für eine Stunde auf der Frequenz 88,4 MHz in Berlin zu hören.

In der kommenden Sendung werden wir uns mit der Situation der selbstverwalteten Medikamenten-Fabrik Jugoremedija beschäftigen, die von einem Gericht Anfang November bankrott erklärt wurde. Außerdem widmen wir uns den Putschgerüchten in Montenegro sowie der deutschen Lüge von den »sicheren Herkunftsländern«.

23. November ’16 | 19:00 – 20:00 Uhr | PiRadio
Berlin: 88,4 MHz | Potsdam: 90,7 MHz | online

Alle vorherigen Sendungen von RadioSolidarnOST findet ihr hier.

Soli-Party von »Alle bleiben!« am 29.10.

Soli-Party von »Alle bleiben!«

122-716x1024Die Kampagne »Alle bleiben!« lädt am Samstag, 29. Oktober, zur Soli-Party ins Zielona Gora. Neben Infos zu aktuellen Protesten von Roma wird auch der Film »The Awakening« zur Lebensrealität abgeschobener Roma gezeigt.

Danach gibt es ein Konzert von Rolling Hopp (Roma-Hip-Hop) und anschließend laden Djans zum Tanzen ein.

Soli-Party für »Alle bleiben!«
Sa., 29.10. | 20 Uhr | Zielona Gora | Grünbergerstr. 73 | Berlin-Friedrichshain
Filmführung »The Awakening«
Konzert Rolling Hopp

 

Alle bleiben: Rom*nja zwischen Asylrechtsverschärfung und Widerstand

Alle bleiben: Rom*nja zwischen Asylrechtsverschärfung und Widerstand

14543717_630414537120755_1327947680501687776_oAls im letzten Jahr Hunderttausende von Geflüchteten die Grenze zur EU übertraten und die Situation an den Außenposten der Union unhaltbare Ausmaße angenommen hat, wurde von der deutschen Bundesregierung eine neue Art der Willkommenskultur ausgerufen. Noch während Angela Merkel Geflüchtete umarmte und Selfies mit ihnen knipste, arbeitete das Bundesinnenministerium auf Hochtouren an weiteren Gesetzesverschärfungen, die den Aufenthalt und Zuzug von Migrant*innen nachhaltig erschweren sollten. Neue, schärfere Abschieberegelungen wurden auf den Weg gebracht und von der Großen Koalition verabschiedet.

Nicht erst seit letztem Jahr befassen sich deutsche Politiker*innen mit der Ausgrenzung und Abschottung vor unliebsamen Zuwander*innen. Bereits im Jahr 2014 wurde ein Gesetz verabschiedet und vom Bundesrat mit den Stimmen der Grünen abgesegnet, in dem die sogenannten Westbalkanstaaten Serbien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina zu sicheren Herkunftsländern erklärt wurden. Diese Gesetzesverschärfung richtete sich damals vornehmlich gegen Rom*nja, die aus diesen Staaten nach Deutschland kamen, um vor Elend, Ausgrenzung und systematischer Diskriminierung zu fliehen. Obgleich diese Tatsachen allgemein bekannt sind, zog es die deutsche Politik vor, die ankommenden Rom*nja als Wirtschaftsflüchtlinge zu verunglimpfen und so einen Trennungsstrich zwischen guten und schlechten Geflüchteten zu ziehen, zwischen all jenen, die nach Ansicht der Bundesregierung ein Anrecht darauf hätten, zu bleiben und all den anderen, die man offensichtlich schnellstmöglich wieder loswerden will.

In der Zwischenzeit ist viel passiert, doch die Diskriminierung nimmt kein Ende. In Bayern wurden spezielle Aufnahmezentren für Rom*nja errichtet, um Abschiebungen schneller und effektiver durchführen zu können, verbunden mit Gesetzesverschärfungen, die mehrjährige Einreiseverbote beinhalten. 2015 wurden auch die restlichen Balkanstaaten Albanien, Kosovo und Montenegro zu sicheren Herkunftsländern erklärt, was das individuelle Grundrecht auf Asyl fast vollständig aushebelt. Tausende von Rom*nja wurden seitdem wieder auf deutschem Boden in Lagern inhaftiert und Tausende wurden abgeschoben, selbst wenn sie schon seit Jahren in Deutschland lebten und in den dortigen Ländern keine Lebensgrundlage vorfinden.

Gegen all diese Maßnahmen formierte sich innerhalb der Rom*nja-Communities selbstorganisierter Widerstand.

Wir sprechen an diesem Abend mit Kenan Emini über die aktuellen Proteste in Bamberg, Regensburg und Berlin sowie mit Isidora Randjelović über Alltagsrassismus und den Zusammenhang zwischen einer fehlenden Erinnerungskultur und der gegenwärtigen strukturellen Diskriminierung von Rom*nja.

Veranstaltung
Alle bleiben: Rom*nja zwischen Asylrechtsverschärfung und Widerstand
Do., 13. Oktober | 19.30 Uhr | Regenbogenfabrik
Lausitzer Straße 22 | Berlin | U-Bf. Görlitzer Bahnhof

Die Veranstaltung wird präsentiert vom »Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht« in Zusammenarbeit mit »Alle bleiben!« und SolidarnOST und ist Teil der Kritischen Orientierungswoche der FU Berlin.

Der Eintritt ist wie immer kostenlos, eine Spende ist jedoch für unsere weitere Arbeit gern gesehen.

Konzert mit Atheist Rap in Potsdam

Konzert mit ATHEIST RAP in Potsdam

plakat-atheist-rapWer sich mit Punkrock in Ex-Jugoslawien beschäftigt, kommt an ATHEIST RAP aus Novi Sad nicht vorbei. Eine der derzeit erfolgreichsten Punkrockbands Serbiens gründete sich offiziell im Jahr 1989, besteht seitdem ununterbrochen und ist aus der populären Musikszene auf dem Balkan nicht mehr wegzudenken. Dabei sieht die Band ihre ideellen Wurzeln im Punk-/Hardcore-Spirit der 1980er-Jahre. Erfolg und Popularität waren niemals ihr Hauptanliegen und stellten sich nebenbei, mehr oder weniger von selbst, ein.

Musikalisch dominiert auf ihren sechs bisherigen Studioalben (die erste EP wurde 1990 zwar aufgenommen, konnte aber aufgrund des Bürgerkriegs nicht veröffentlicht werden) melodiöser Punkrock mit mehrstimmigem Gesang, wobei auch Ska-, Reggae-Einflüsse und Anleihen anderer Musikstile auszumachen sind. Aufgrund der meist serbischen Texte, die stark von ihrem originellen, bandtypischen Humor geprägt sind (Beispielsweise die beiden Chart-Topplatzierungen aus den frühen 1990er-Jahren „Wartburg limuzina“und „Blue Trabant“), wird die Musik von ATHEIST RAP oft auch als „Happy Punk“ bezeichnet. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich im Falle von ATHEIST RAP um eine, auch textlich, politische und sozialkritische Band handelt. Ihre Songs und Aktionen gegen den Jugoslawischen Bürgerkrieg, die Show in der völlig zerstörten Bahnhofshalle in Sarajevo, sowie das Engagement gegen die Wahl Slobodan Milosevics im Jahr 2000, sind nur einige Beispiele.

Bei ihren mehr als 700 Konzerten spielten ATHEIST RAP auf allen großen Festivals in Ex-Jugoslawien, sie teilten die Bühne mit aktuellen Punkrock-Größen (No FX, Bad Religion, Green Day, Die Toten Hosen…), aber auch mit den Helden ihrer Kindheit (Buzzcocks, Toy Dolls, The Exploited…). Die Band bringt bei ihren Shows ihr Publikum sowohl auf den großen Bühnen in Hallen und großen Musikclubs, als auch im selbstverwalteten Zentrum, zur Ekstase.

Seit 2011 tourt die Band auch in Westeuropa (u. a. Rebellion-Festival in Blackpool) und nun steht ihre zweite Deutschland-Tour auf dem Programm. Hierbei setzte sich das Publikum in der Vergangenheit je zur Hälfte aus der Ex-Ju-Community und der wachsenden Fangemeinde der jeweiligen Länder zusammen.

Konzert mit Atheist Rap
Di., 11. Oktober | La Datscha | Potsdam
18 Uhr Infoveranstaltung | 20 Uhr VoKü | 21 Uhr Konzert

Radio SolidarnOST » Emisija #21

Radio SolidarnOST » Emisija #21 am 28. September

In der 21. Sendung von RadioSolidarnOST berichten wir live aus dem Oktobar in Belgrad. Themen sind diesmal die Pride Parade in Belgrad, das Derby zwischen Partizan und Roter Stern und die Erinnerungspolitik um das deutsche Konzentrationslager Staro Sajmište, wo während der Nazi-Besatzung die serbischen Jüdinnen und Juden ermordet worden waren. Außerdem haben wir mit einem Aktivisten des Kollektivs No Border Serbia über die aktuelle Situation von Geflüchteten in Serbien gesprochen.

Achtung: Wegen der kommenden Programmumstellung bei PiRadio wird die nächste Sendung von RadioSolidarnOST erst im November ausgestrahlt. Wann genau erfahrt ihr auf unserem Blog und auf Facebook.

28. September ’16 | 20:00 – 21:00 Uhr | Piradio
Berlin: 88,4 MHz | Potsdam: 90,7 MHz | online

Alle vorherigen Sendungen von RadioSolidarnOST findet ihr hier.

Subversiv-Hausfest | 20. August

Subversiv-Hausfest am 20. August

3Es wird Ende August und das Subversiv feiert sein Hausfest. Und weil es dort am Dan Mladosti so schön war, legt Buba Mara auch am 20. August wieder auf. Pünktlich ab 22 Uhr bis 0 Uhr gibt es den bekannten und beliebten Jugomusika-Mix: Pop ’n‘ Rock, Punk und Novi Talas.

Außerdem wird es auf dem Subversiv-Geburtstag Konzerte von Lena Stoehrfaktor und Johnny Kurt geben. Später findet ihr an den Plattentellern: Moppi Galoppi, Broke & Swag und Trap de la Tourette

Subversiv-Fest
Sa, 20. August | Brunnenstraße 7 | U-Bf. Rosenthaler Platz
Infos unter: subversiv.squat.net

Abschiebungen von Rom*nja stoppen!

Abschiebungen von Rom*nja stoppen!

bild_allebleibenAm 22. Mai haben Rom*nja, die von Abschiebung bedroht sind, das Denkmal für die während des deutschen Faschismus ermordeten Sinti und Roma in Berlin besetzt. Die Antwort des deutschen Staates ließ nicht lange auf sich warten: Die Schutzsuchenden wurden von der Polizei brutal vertrieben.

Am 10. Juli rufen die ehemaligen Besetzer*innen zu einer Demonstration in Berlin auf. Sie fordern den Stopp von Abschiebungen von Rom*nja in die sogenannten sicheren Herfunftsstaaten des Balkans. Deutschland trägt wie kein zweites Land die Verantwortung für die schreckliche Lage der Menschen vor Ort, ein Bleiberecht wäre das Mindeste was den Rom*nja vom Balkan zustünde.

Demo: So., 10. Juli, 14 Uhr, Hermannplatz

hier geht es weiter zum Aufruf …

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Radio SolidarnOST » Emisija #20 am 8. Juni

Radio SolidarnOST » Emisija #20 am 8. Juni

In der 20. Sendung von RadioSolidarnOST werden wir uns mit den aktuellen Protesten in Ex-Jugoslawien beschäftigten. Nicht nur in Mazedoninen, sondern auch in Kroatien und Serbien gehen die Menschen auf die Straße.

Außerdem gibt es ein Interview zum neuen antirassistischen Fußballclub Zagreb 041, in dessen Reihen nicht nur Geflüchtete mitspielten, sondern dessen Team auch von einem Refugee trainiert wird.

8. Juni ’16 | 20:00 – 20:30 Uhr | Piradio
Berlin: 88,4 MHz | Potsdam: 90,7 MHz | online

Alle vorherigen Sendungen von RadioSolidarnOST findet ihr hier.

Radio SolidarnOST » Emisija #19

Radio SolidarnOST » Emisija #19

R4XfSmmgiZQoe5HS672L2QIn der 19. Sendung von RadioSolidarnOST haben wir uns mit der Situation in Mazedonien beschäftigen, wo seit April Tausende Menschen gegen die Regierung auf die Straße gehen. Außerdem haben wir nachgefragt und die aktuelle Lage um das Megaprojekt »Beograd na Vodi« beleuchten. Dort wurde ein Ort abgerissen, wo Flüchtlinge etwas zu Essen und Unterstützung bekamen.

Die nächste Sendung von RadioSolidarnOST könnt ihr am 8. Juni ’16 um 20.00 Uhr bei PiRadio auf 88,4 MHz in Berlin, 90,7 MHz in Potsdam oder online hören.

Viel Spaß beim Nachhören!

Solidartität mit Roma

Solidarität mit Roma

13221112_1225839657450783_435469873966430166_nAm Sonntag haben mehrere Roma das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma in Berlin besetzt, um gegen die deutsche Asyl- und Abschiebepolitik zu demonstrieren. Unter den Besetzern waren Roma, die akut von Abschiebungen bedroht sind. [Bericht vom RBB]

Unterstützt die Roma bei ihrem Kampf für Bleiberecht. Zeigt euch solidarisch, schließt euch dem Protest an!